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Weiterbildungsmöglichkeiten im Überblick

Die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besitzt im Gebäudereinger-Handwerk hohe Priorität. Aufgrund seiner Innovationsstärke und hohen Flexibilität gilt für Unternehmen und Mitarbeiter, sich ständig wechselnden Gegebenheiten anzupassen und die Betriebsorganisation permanent zu überwachen.

Zusätzlich zu den "kleinen" permanenten Weiterbildungen zu Themen wie z.B. Maschinen, Reinigungsmittel, Verbesserung der Abläufe etc. gibt es auch Weiterbildungen, die auch der eigenen Karriereleiter dienlich sind:

Es besteht auch die Möglichkeit die Externe Gesellenprüfung abzulegen, wenn man mindestens 3 Jahre als Reinigungskraft gearbeitet hat.




OBJEKTLEITER/IN

Als Brücke zwischen Kunden, Betrieb und Mitarbeiter/innen der Gebäudereinigungsbetriebe kommt dabei den Objektleitungen eine wichtige Rolle im reibungslosen Ablauf des operativen Geschäfts der Reinigungsdienstleistungen zu. Die fachliche Kompetenz in der Arbeits- und Objektorganisation, der Kundenbetreuung, der Personalplanung und der Führung und Motivation der Mitarbeiter/innen ist ebenso relevant wie das Grundwissen in der Reinigung und Pflege.

Die Ausbildung zum/zur Objektleiter/in kann zum einen über die Landesinnungen erfolgen oder auch über das Institut FIGR. Sie beinhaltet die folgenden Bereiche:

  • Grundlagen Reinigungstechnik, Bodenbeläge, Sanitär / Hygiene
  • Arbeits- und Tarifrecht, Vertragsrecht, Grundlagen Kostenrechnung
  • Reinigungsplanung, Objekteinrichtung, Unterweisung, Mitarbeiterkommunikation
  • Arbeitsschutz, Qualitätssicherung, Dokumentation, Kundenkommunikation

 



 


DENKMALPFLEGER/IN

Zertifikat "Gebäudereiniger/in in der Denkmalpflege"

Die Landesinnung Hessen des Gebäudereiniger-Handwerks bietet einen bundesweit einzigartigen Denkmalpflege-Lehrgang speziell für Gebäudereiniger an. Er schließt mit dem Zertifikat "Gebäudereiniger/in in der Denkmalpflege" ab.

  • Turnus: halbjährlich eine Blockveranstaltung (2-3 Tage)
  • Prüfung nach jeder Blockveranstaltung
  • Zertifikat bei Bestehen von allen 4 Prüfungen

Inhalt der einzelnen Blockveranstaltungen:

  • Reinigung, Pflege und Sanierung von Holzböden, -decken und -wänden (2 Tage)
  • Reinigung und Pflege von Holz-, Leder- und textilen Polstermöbeln sowie Teppichen (2 Tage)
  • Steinsanierung, -reinigung und Pflege (2 Tage)
  • Fassaden- und Denkmalreinigung sowie Graffitientfernung (2 -3 Tage)

Weitere Informationen zu den einzelnen Blöcken

 

 


Staatlich gerprüfte/r Desinfektor/in

Lehrgang zum/zur Staatlich geprüften/r Desinfektor/in

Der Desinfektorenlehrgang ist mit 100 Jahren der älteste bekannte Lehrgang für die Hygiene im Gesundheitsdienst. Als solcher bildet er nach wie vor die Grundlage zur Ausbildung der Gesundheitsaufseher (Hygiene-Inspektoren).

Durch die Prüfung wird die Befähigung zur Durchführung von Desinfektionen gemäß des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) § 17/3 nachgewiesen. Die Ausbildung befähigt zur Weiterbildung zum Begasungsleiter laut TRGS 522 sowie für die Raumbegasung und zur Prüfung der Personenzertifizierung gemäß ISO EN:2003.

Gemäß der BG-Regeln ist der/die Geprüfte/r  Desinfektor/in befähigt, Unterweisungen und Kontrollen von Desinfektionsmaßnahmen und Verhalten in den Behandlungsbereichen durchzuführen.


Lehrgangsziel:

Der Desinfektor muss jegliche Desinfektion verantwortlich planen, überwachen und ausführen können.


Seminarinhalte sind unter anderem:

  • Grundbegriffe der Mikrobiologie, Infektionslehre, Infektionskrankheiten
  • Desinfektion / Sterilisation (physikalische Methoden)
  • Wirkstoffe / Anwendungsbereiche (chemische Desinfektion)
  • Praktische Durchführung der Desinfektion in verschiedenen Bereichen (Theorie)
  • Rechtliche Grundlagen zur Desinfektion
  • Schädlingserkennung


Anbieter des Lehrgangs:

Landesfachschule Hessen Gebäudereiniger-Handwerk
Heinz-Herbert-Karry-Str. 4
60389 Frankfurt/M
Tel.: 069/ 47 77 00
Fax: 069/ 47 61 00
info (at) gebaeudereiniger-hessen.de
www.die-gebaeudedienstleister-hessen.de

 

 


IHK geprüfte/r Schädlingsbekämpfer/in

Bei diesem Beruf handelt es sich um einen ehemaligen Weiterbildungsberuf, dessen Verordnung zum 31.12.2007 außer Kraft trat. Einen Nachfolgeberuf gibt es nicht. Die Tätigkeiten des Schädlingsbekämpfers/der Schädlingsbekämpferin sind im entsprechenden anerkannten Ausbildungsberuf beschrieben.

Schädlingsbekämpfer/in ist eine Weiterbildung, die nach der Verordnung über die berufliche Umschulung zum/zur Geprüfte/n Schädlingsbekämpfer/in sowie nach den Vorschriften der Gefahrstoffverordnung geregelt ist.

Die Lehrgänge unterschiedlicher Dauer werden von privaten Bildungsträgern durchgeführt. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit der betrieblichen Ausbildung im anerkannten Ausbildungsberuf Schädlingsbekämpfer/in.

Ausbildungsform:

Die Weiterbildungslehrgänge werden im Fernunterricht in zwei Varianten (Fernlehrgang und Kombilehrgang)angeboten. Bei der Variante Fernlehrgang erhalten die Teilnehmer/innen alle 6 Monate die Gelegenheit, an einem 3- bis 4-tägigen Vertiefungslehrgang teilzunehmen. Bei der Variante Kombilehrgang (Kombination aus Fern- und Präsenzlehrgang) besuchen sie insgesamt dreimal einen 1-wöchigen Präsenzlehrgang an der Bildungseinrichtung.

Kursbeginn:

  • der Teilnehmer erhält die Termine der Seminare, an denen er teilnehmen muss
  • die Teilnahme an den 1-2 Wochenend-Seminaren pro Monat und dem Intensiv-Seminar werden dokumentiert

Inhalte:

  • biologische und physikalische Grundlagen
  • Voraussetzungen für die Planung von Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen
  • Arbeits- und Artenschutz
  • Wirkstoffe und Präparate
  • Arbeitsverfahren
  • Maßnahmen gegen Vorratsschädlinge

Beim Kombilehrgang sind im Präsenzunterricht folgende Zusatzlehrgänge integriert:

  • 5-tägiger Sachkundelehrgang Pflanzenschutz
  • 2-tägiger Sachkundelehrgang für das Inverkehrbringen von giftigen und sehr giftigen Schädlingsbekämpfungsmitteln gemäß Chemikalienverbotsverordnung
  • 1-tägige Atemschutzunterweisung
  • 3-tägiger Schädlingsbestimmungskurs
  • 1-tägiges Gefahrgutseminar "Beauftragte Person" gemäß Gefahrgutbeauftragtenverordnung


Prüfung

Nach dem Intensiv-Seminar findet die 4-tägige Prüfung vor der IHK statt.

 

 


EXTERNE GESELLENPRÜFUNG

Warum den Beruf nicht nachträglich erlernen?

Wer mindestens 3 Jahre als Reinigungskraft gearbeitet hat und sich weiterentwickeln möchte, kann im Rahmen der "Externen Gesellenausbildung" den Gesellenbrief erwerben. Die Ausbildungsdauer beträgt ca. 6 Monate.


Ein weiterer Vorteil:

Die theoretische und der praktische Teil der Ausbildung findet Freitags abends und Samstags statt, sodass man in dieser Zeit weiter arbeiten und Geld verdienen kann.


Die Ausbildung zum Gebäudereiniger vermittelt Kenntnisse über

  • Verschmutzungsarten
  • Reinigungs-, Pflege- und Oberflächenbehandlungsmittel
  • Anwenden der Werkzeuge und Geräte sowie Maschinenbedienung
  • Materialkunde, z.B. textile und nicht textile Bodenbeläge, Gesteinsarten, Metalle etc.
  • Umgang mit Leitern, Gerüsten, Arbeitsbühnen und Befahranlagen
  • Umweltschutzmaßnahmen z.B. in der Fassadenreinigung und bei der Abfallentsorgung
  • Praxisübungen in allen Bereichen schließen sich an den theoretischen Teil an

Vieles davon bekommt man in der Praxis bereits mit, hier wird es im Unterricht nochmal genau erklärt. 


Eine Förderung über die Agentur für Arbeit ist evtl. möglich - fragen Sie einfach nach.

Der Beruf ist krisensicher, auch Führungskräfte werden immer gesucht - ob als Vorarbeiter, Objekt- und Bereichsleiter oder in der Sonderreinigung und der Glasreinigung.

Dem weiteren Aufstieg steht nichts entgegen...

  • zum Meister
  • zum Reinigungs- und Hygienetechniker oder
  • dem Studium zum Reinigungs- und Hygieneingenieur


siehe Karriere